Tunnelbau & Tunnelinstandsetzung
09:30 - 10:15 Uhr

Neuste Entwicklungen im maschinellen Tunnelbau

Martin Forster

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10:15 - 10:45 Uhr Kaffeepause
10:45 - 11:30 Uhr

Aus dem All zum Tunnel - Millimetergenaue Faszination der interferometrischen Bodenbewegungsüberwachung

Dr. Lutz Petrat

Die terrestrische Bodenbewegungsüberwachung wird seit Jahren eingesetzt, um punktweise tunnelbauinduzierte Bodenbewegungen mit hoher zeitlicher Abtastfrequenz zu erfassen.

Satellitengestützte Verfahren können weiträumig eine hohe Messpunktdichte bei hoher Messpräzision aber eingeschränkter Abtastfrequenz liefern. Dieser Beitrag beschreibt einen komplementären Ansatz für den Tunnelbau: Zum einen ist vor den Tunnelbauarbeiten oft die Ermittlung von natürlichen Bodenbewegungen gewünscht. Eine weiträumige und langfristige terrestrische Bestimmung dieser natürlichen Bewegungssignale ist aufwändig. Durch satellitengestützte Radardatenaufnahmen kann jede Baustelle über einen längeren Zeitraum erfasst und die natürliche Bewegungssituation vor Beginn der Bauarbeiten bestimmt werden. Während der Bauarbeiten kann die satellitengestützte Bodenbewegungsüberwachung eingesetzt werden, um den meist räumlich eingeschränkten aber zeitlich dicht abgetasteten terrestrischen Überwachungskorridor ins weitere Umfeld auszudehnen, um mögliche Kompensationsforderungen regulieren zu können. Nach Abschluss der Bauarbeiten kann die terrestrische Überwachung ausgedünnt und teilweise durch eine weniger aufwändige satellitengestützte Bestimmung möglicher Bodenbewegungen ersetzt werden.

11:30 - 12:15 Uhr

Kathodischer Korrosionsschutz an Ingenieurbauwerken am Beispiel des Rendsburgtunnels

Hernani Esteves

Weltweit ist der kathodische Korrosionsschutz zum Schutz von Stahlbetonbauwerken seit über 30 Jahren eine gängige und anerkannte Methode, Ingenieurbauwerke wie Brücken und Tunnel effektiv vor Korrosion zu schützen.

Auch in Deutschland erfährt der kathodische Korrosionsschutz nach anfänglichem Zögern in diesem Bereich seit etwa 10 Jahren eine breitere Anwendung, insbesondere bei der Instandsetzung von Tiefgaragen und Parkhäusern. Mit der Instandsetzung des 1957 bis 1961 gebauten Straßentunnels Rendsburg wird der kathodische Korrosionsschutz erstmals in Deutschland in größerem Umfang in einem Tunnel eingebaut. Ziel ist es, wesentliche Bauteile des Tunnels zu schützen, bei denen hohe Chloridbelastungen festgestellt wurden. Insgesamt wird nach Fertigstellung eine Fläche von 18.000m² kathodisch geschützt sein.

Ed. Züblin AG, Nummer eins im deutschen Hoch- und Ingenieurbau, bietet ein umfassendes Leistungsspektrum für Bauvorhaben jeder Art und Größe. Seit mehr als 110 Jahren versucht Züblin maßgeschneidert für jede Aufgabe die beste Lösung zu finden.
Die Anbindung an einen der führenden Baukonzerne Europas, die STRABAG SE, stärkt die Marktstellung Züblins noch zusätzlich.

Hochqualifizierte Ingenieure, Naturwissenschaftler und Betriebswirte arbeiten multidisziplinär Hand in Hand, um fortschrittliche Technologien zu entwickeln.

12:15 - 14:00 Uhr Mittagspause
14:00 - 14:45 Uhr

Sicherheitstechnische Nachrüstung von Straßentunneln - Konzepte im Regierungsbezirk Freiburg

Ltd. BD Peter Lenz
Dipl.-Ing. Josef Helmle

Mehrere tragische Tunnelbrände mit z. T. verheerendem Ausmaß in benachbarten Staaten haben zu einer umfassenden Überprüfung der europäischen und nationalen Regelwerke geführt.

Im Ergebnis sind die Anforderungen an die Sicherheit in Straßentunneln deutlich erhöht und die Regelwerke schrittweise fortgeschrieben worden. Parallel dazu wurden alle in Betrieb befindlichen Straßentunnel im Bundesfernstraßen- und Landesstraßennetz untersucht und eine Prioritätenreihung für ein bau- und betriebstechnisches Nachrüstungsprogramm aufgestellt. Der Umfang des Nachrüstungsprogramms beträgt im Regierungsbezirk Freiburg ca. 130 Mio. Euro.
Wie diese anspruchsvolle Ingenieuraufgabe im Regierungsbezirk Freiburg gelöst wird und welche Konflikte dabei zu bewältigen sind, erfahren Sie in dem Vortrag von Herrn Ltd. BD a. D. Peter Lenz und Herrn Dipl.-Ing. Josef Helmle.

14:45 - 15:30 Uhr Abfahrt mit dem Bus zur Baustellenbesichtigung
15:30 - 17:00 Uhr

Baustellenbesichtigung B 294 Waldkirch Nachrüstung des Hugenwaldtunnels

Dipl.-Ing. Ulrich Frech
Dipl.-Ing. Udo Gütle

Die Teilnehmerzahl ist auf max. 45 Personen begrenzt.

Dipl.-Ing. Ulrich Frech
Projektleiter im Referat 43 "Ingenieurbau" des RP Freiburg
Sachgebiet Tunnelbau

Dipl.-Ing. Udo Gütle
Seit 1997 in der Strassenbauverwaltung des Landes Baden-Württemberg in der Bauleitung tätig.
Zuständig für Ausschreibung, Vergabe, Bauleitung, Bauabrechnung für Baumaßnahmen an Autobahnen, Bundestrassen und Landesstrassen.