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Mitveranstalter | |
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HOLZBAU BADEN E.V. Öffentlichkeitsarbeit Holbeinstraße 16 79100 Freiburg |
Tel. 0761 70302‐60 Fax 0761 70302‐30 ggierden@bausuedbaden.de www.bausuedbaden.de |
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| und die Clusterinitiative Forst und Holz | ||
| 09:15 - 09:30 Uhr |
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Begrüßung durch Michael Hafner, Direktor HOLZBAU BADEN E.V. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| 09:30 - 10:15 Uhr |
Weitere Informationen
Prof. Dr.-Ing. Patricia Hamm,Hochschule Biberach |
Entwicklungen im IngenieurholzbauProf. Dr.-Ing. Patricia HammZu den neueren Entwicklungen im Ingenieurholzbau gehören die flächenartigen Bauteile, wie z. B. Brettsperrholz, genauso wie die Vollgewindeschrauben, die im Holz ähnlich einer Stahlbetonbau-Bewehrung eingesetzt werden können. Spannend sind auch die Ergebnisse aus Erdbebenuntersuchungen mit Mehrgeschossern in Holz oder neue Methoden der Holzbehandlung für den Einsatz im Holzbrückenbau.
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| 10:15 - 10:45 Uhr | Kaffeepause | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 10:45 - 11:30 Uhr |
Prof. Dipl.-Ing. Dieter Steinmetz,Ettlingen |
EC5 - DIN EN 1995-1-1 und DIN EN 1995-1-1/NA: Grundsätzliches und Auswirkungen auf die PraxisProf. Dipl.-Ing. Dieter SteinmetzDurch die Eurocodes sollen die Bemessungsregeln im Bauwesen auf eine neue, europaweit einheitliche Grundlage gestellt werden. In Eurocode 5 werden die neuen Regeln für den Holzbau angewendet. Im Vortrag werden Aufbau, Prinzipien und Regeln der Norm sowie das zugrundeliegende Sicherheitskonzept erläutert. Darüber hinaus geht es um die Themen "Grenzzustände der Tragfähigkeit" sowie "Grenzzustände der Gebrauchstauglichkeit".
Prof. Dipl.-Ing. Dieter Steinmetz Lebenslauf
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| 11:30 - 12:15 Uhr |
Zimmermeister Tobias Amann,Lignotrend Produktions-GmbH |
Die Möglichkeiten ausschöpfen - Erfahrungen eines GrenzgängersZimmermeister Tobias AmannDie Entwicklung des Ingenieurholzbaus bedeutete eine Revolutionierung des Bauens mit Holz. Heute können Holzbauten realisiert werden, die früher im Hinblick auf Form, Konstruktion und Dimension undenkbar waren. Dies wird mit dem Vortrag verdeutlicht, in dem unter anderem der Bau des Centre Pompidou Metz dokumentiert wird.
Lignotrend Produktions-GmbH
Kurzer Lebenslauf: Herr Zimmermeister Tobias Amann, technischer Fachwirt
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| 12:15 - 12:45 Uhr |
Weitere Informationen
Prof. Dr. Dr. h.c. Gero Becker,Albert- Ludwigs- Universität Freiburg |
Nachhaltigkeit im Holzbau: Erfahrungen aus dem Cluster Forst und Holz Baden-WürttembergProf. Dr. Dr. h.c. Gero BeckerEin wichtiges Argument für das Bauen mit Holz ist die Verwendung eines natürlichen nachwachsenden Rohstoffs, der im Rahmen einer nachhaltigen Forstwirtschaft – häufig regional – erzeugt („Holz der kurzen Wege“) und material- und energiesparend zu hochwertigen und langlebigen Bauten verarbeitet wird. Zunehmen aufgeklärte und auch kritische private und öffentliche Bauherren verlangen jedoch einen Nachweis dieser ökologischen Vorteilhaftigkeit und Nachhaltigkeit; dies umso mehr, als auch vermehrt für Konkurrenzprodukte (Beton, Aluminium, Stahl …) mit dem Argument der Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit geworben wird. Um diesen „Wettbewerb der Baumaterialien“ auf eine faire und vertrauenswürdige Grundlage zu stellen, ist auf europäischer Ebene und auch in Deutschland vom Bundesbauministerium das Konzept der Umweltproduktdeklarationen (UPD) auf den Weg gebracht worden. Es handelt sich dabei um spezifische Formen der Life-Cycle-Analyse (LCA), die nach einheitlichen Grundlagen (ISO 14025 bzw. ISO 15804) erstellt werden. Das Ergebnis dieser Bewertungen sind umfassende Ökobilanzen, die von der Gewinnung der Rohstoffe über die Produktherstellung und die Nutzung bis zur Nachnutzungsphase Energieverbrauch und wichtige Umweltwirkungen darstellen. Für eine Reihe von im Bau verwendeten Holzprodukten, aber auch für Konkurrenzprodukte wurden bereits Umweltproduktdeklarationen erstellt und sind für interessierte Kreise im Internet verfügbar. Diese Daten erleichtern die Auswahl spezifischer Elemente eines Bauwerks (Außenwände, Innenwände, Zwischendecken, Dach usw.). Je nach der konkreten Architektur und Ausgestaltung eines bestimmten Gebäudes setzt sich dieses jedoch zu ganz unterschiedlichen Anteilen aus den entsprechenden Elementen zusammen. Den Bauherren interessiert letztlich die Gesamtbilanz „seines“ Hauses, wozu eine aggregierte und entsprechend gewichtete Zusammenfassung der Produktdeklarationen für alle einzelnen Elemente notwendig ist. Nur auf dieser Grundlage können letztlich Bauwerke aussagekräftig beurteilt werden. International (z.B. in Finnland) sind solche zusammenfassende Bilanzen bereits für typische Objekte und konkurrierende Bauweisen erstellt worden. In Deutschland fehlen derzeit noch entsprechende Beispielkalkulationen, für deren Erstellung die Mitwirkung der Branche aber auch der Architekten und Planer unabdingbar ist. Die Clusterinitiative Forst und Holz Baden-Württemberg engagiert sich in diesem Zusammenhang durch die Förderung entsprechender Pilotprojekte. Prof. Dr. Dr. h.c. Gero Becker
Diplom Forstwirt Göttingen 1971
Vorsitzender des Clusterbeirats Forst & Holz Baden-Württemberg
Lehre, Forschung und wissenschaftliche Beratung auf den Gebieten: |
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| 12:45 - 14:00 Uhr | Mittagspause | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 14:00 - 14:45 Uhr |
Dr.-Ing. Mandy Peter,bauart Konstruktions GmbH & Co. KG |
Bauphysik und Brandschutz im mehrgeschossigen HolzbauDr.-Ing. Mandy PeterDer mehrgeschossige Holzbau gewinnt in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Derzeit werden bereits bis zu achtgeschossige Wohn- und Geschäftsgebäude in dieser Bauweise errichtet. Der Vortrag gibt einen Überblick über die wesentlichen bauordnungsrechtlichen Voraussetzungen insbesondere im Hinblick auf die Lösung der Fragen des Brandschutzes. Darüber hinaus werden die Anforderungen der Bauphysik für den Wärme- und Schallschutz erläutert und anhand ausgewählter Beispiele die baupraktische Umsetzung gezeigt.
bauart Konstruktions GmbH & Co. KG Lebenslauf
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| 14:45 - 15:30 Uhr |
Dipl.‐Ing. Rensteph Thompson,HESS TIMBER GmbH & Co. KG |
Ein Blick über den Tellerrand: Internationale Holzbauprojekte von Hess TimberDipl.‐Ing. Rensteph ThompsonDas Verlangen nach außergewöhnlicher Holzbaukunst in Ländern, die sich bisher wenig für den Baustoff Holz interessiert haben, steigerte sich gerade in den letzten Jahren enorm. Die damit verbundenen komplexen Zusammenhänge werden im Rahmen von aktuellen Projekten dargestellt. In der Vergangenheit stellten z.B. die Transportkosten immer wieder ein Problem bei internationalen Projekten dar. Hierfür wurde mit „HESS LIMITLESS“ eine Lösung gefunden. Die Binder können kostengünstig transportiert werden und erreichen gegenüber herkömmlichen Bindern höhere Festigkeitswerte. |
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| 15:30 - 16:00 Uhr | Kaffeepause | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 16:00 - 17:00 Uhr |
Weitere Informationen
Prof. Dipl.-Ing. Julius Natterer,Bois Consult Natterer SA, PROF. HONORAIRE EPFL |
Einfach- und Hightech-Konstruktionen aus Holz – Eine Chance für energie- und nachhaltigkeitsbewusstes BauenProf. Dipl.-Ing. Julius NattererWird Holz als nachwachsender Werkstoff das Baumaterial der XXI. Jahrhunderts? In der heutigen Zeit, in der ökologische Überlegungen zunehmend an Bedeutung gewinnen, kann der Werkstoff Holz vor allem unter dem Aspekt der CO2 Emissionen und energetischer Gesichtspunkte gewichtige Trümpfe ausspielen. Zum einen benötigt die Verarbeitung im Vergleich zu anderen Baustoffen nur sehr wenig fossile Energie. Darüber hinaus kann das im Holz abgelagerte CO2 nicht nur sinnvoll „entsorgt“ sprich verbaut werden, sondern neues CO2 der Atmosphäre durch Wiederaufforstung gebunden werden. Zu Beginn des letzten Jahrhunderts wurde mit ungeheurem Aufwand die Erforschung eines Materials vorangetrieben: Stahl. Als leuchtendes Beispiel seiner Verwendung wurde der Eiffel Turm in Paris Symbol dieser neuen Technik. Heute gilt unter vielen Experten das im Hightech Verfahren erstellte Expodach von Hannover als Wahr-zeichen eines Jahrhunderts, das sich dem Holz zuwenden wird. Die Erforschung dieses Werkstoffes muss intensiviert werden, da noch immer ein riesiges Entwicklungspotenzial vorhanden ist. Unter Planern, Architekten und Bauherren besitzt Holz ein uneingeschränkt positives Image. Dennoch wurde in der Vergangenheit aus mangelnder Kenntnis seiner Eigenschaften zu wenig verwendet. Mit der Einführung der neuen europäischen Normen, in die auch die neuesten Kenntnisse über Belastungen im Grenzbereich einfließen, hat die Anwendung von Holz in vielerlei Hinsicht Fortschritte gemacht. Beispielsweise hat die Definition der charakteristischen Werte bei Bruch gezeigt, dass die heute noch in verschiedenen Ländern gültigen Kriterien für die visuelle Sortierung keine optimale Abschätzung der Zuverlässigkeit des Werkstoffes erlauben. Tatsächlich können die aufgrund solcher Kriterien definierten Eigenschaften 100 % bis 200 % von den effektiven Werten abweichen. Als Folge dieser breiten Streuung werden Sicherheitsfaktoren angenommen, die weit unter den charakteristischen Werten liegen, was unvermeidlich zu einer unwirtschaftlichen Verwendung in den höheren Holzqualitäten führt. Die Einführung von zerstörungsfreien Messmethoden, wie z.B. die Anwendung von Ultraschall, erlauben es jedoch, verschiedene Werte wie Elastizität, Spannung und Bruch zuverlässig, reproduzierbar und mit einer viel höherer Genauigkeit zu bestimmen. Dadurch ist es möglich höherwertige Holzqualitäten mit besseren Eigenschaften zu definieren. Um eine wirtschaftliche Verwendung dieser Qualitäten zu gewährleisten, müssen die qualitativ hochwertigsten Hölzer in die stark beanspruchten Bereiche der Konstruktion eingebaut werden. Da die Anforderungen an Widerstand und Festigkeit von Fall zu Fall variieren, ist es möglich aus der Vielfältigkeit des Materials für jeden Verwendungszweck die wirtschaftlich und ästhetisch optimale Lösung zu finden. Neue Techniken im HolzbauDie Mehrverwendung von Holz im Bauwesen ist von der ingenieurmäßigen Weiter-entwicklung des Materials Holz als tragender Baustoff abhängig, um den bescheidenen Anteil am gesamten Bauvolumen von etwa 1 % vielleicht auf 2-3 % anzuheben. Die Chancen des Ingenieurholzbaues, und die Verwendung des Holzes als tragender Baustoff, ist von Qualitätskriterien abhängig. Die Wirtschaftlichkeit des Einsatzes von Holz als Baustoff im Wettbewerb mit anderen Baustoffen ist dabei, wenn wir zu einer vermehrten Anwendung im Holzbauwesen gelangen wollen, das Wichtigste. Holz als Material für tragende Konstruktionen ist eine Initialzündung für weitere Holzverwendung im Ausbau. Materialvarianten im IngenieurholzbauAlle Holz- und Holzwerkstoffe vom Rundholz, Kantholz, profiliertem Kantholz bis zum zusammengesetzten Verbundquerschnitt aus Brettern und Kanthölzern sowie Brettschichtholz, Furnierschichtholz, Sperrholz, als auch Furnierstreifenschichtholz, usw., insbesondere in Kombination mit anderen Materialien, sind zu entwickeln und einzusetzen, um eine Chance für Häuser, Geschossbauten, Türme, Brücken und Sonderbauwerke, insbesondere, für im Natur- und Denkmalschutz zu planende Gebäude.
Konstruktionen aus Rundholz, Kantholz, Profilholz, Leimholz, Brettlagen und Furnierschichtholz
Der Einsatz von qualitativ hochwertigem Holz darf jedoch nicht das einzige Ziel bei Holzkonstruktionen sein. Es ist ebenso notwendig, den Gebrauch von Holz unter allen Gesichtspunkten zu fördern. Konstruktionen aus Massivholz für Wände, Decken und DächerMehrgeschossige Holzbauten wurden schon vor geraumer Zeit erstellt, wie dieses fünf geschossige Gebäude in traditioneller Blockbauweise in den Schweizer Alpen beweist. Der Baustoff Holz kann, bei richtiger Konstruktion Jahrhunderte überdauern. Die Blockbauweise dieses Gebäudes entspricht natürlich nicht mehr den heutigen Anforderungen hinsichtlich Schall- und Brandschutz, großflächigen Fensterfronten oder variabler Grundrissgestaltung, zeigt aber die Dauerhaftigkeit von Holzkonstruktionen bei richtiger Ausführung. Konstruktionen aus Massivholz im Verbund mit BetonBei höheren Spannweiten können durch Verbundsystem hohe Wirtschaftlichkeit auch bei hohen Belastungen erreicht werden. Konstruktionen aus Holz im Verbund mit Glas und GlasfaserEin grosses Entwicklungsfeld für den Ingenieurholzbau ist die Verbundtechnik für Tragwerke wie Fassaden, Wände, Träger und Dächer. Konstruktionen aus Massivholz und Glas (Haus im Haus)Die Konzeption von Zwischentemperaturzonen mit integrierten Warmluftkollektoren mit Warmlufttauscher (Luft-Wasser) und Wärmepumpen als auch zusätzlich Fotovoltaikzellen im Warmluftkollektorraum ist eine ideale Möglichkeit das Wohnraumklima mit Massivholz für Decken, Wände und Dächer mit einer Energiepluseffizienz zu erreichen eventuell auch ohne Dämmstoffe. Konstruktionen aus Holz als statisch räumliche Tragwerke1.Stabsysteme wie Stabbündel und Türme SchlussfolgerungSowohl in der Vergangenheit als auch in der Zukunft kann die Gesellschaft die ökologischen Herausforderungen nur dann bewältigen, wenn dem Wald ein wirtschaftlicher Wert zukommt, der es erlaubt, die Kosten für die nachhaltige Bewirtschaftung zu decken. Unsere Vorfahren pflanzten und schützten den Wald nicht nur aus einer altruistischen Gesinnung, sondern weil sie sich bewusst waren, dass er ihnen nicht nur Brennmaterial, sondern auch Bauholz liefert. Die zukünftigen Wälder können ihre Aufgaben zum Wohle der Menschheit und der Umwelt nicht allein dadurch erfüllen, dass sie geschützt werden, sowenig wie die Städte der Zukunft allein durch Denkmalschutz unterhalten werden können. In Zukunft wird den Wäldern wegen der Verknappung der fossilen Energien und Rohstoffe bei einer stärkeren Berücksichtigung der CO2-Bilanz eine bedeutendere Rolle als Baustoff- und Sauerstofflieferant zukommen. Es ist deshalb zwingend erforderlich, die Forschung und Entwicklung im Gebiet Holz zu intensivieren. Parallel dazu muss die Ausbildung auf Diplom- und Nachdiplomstufe verstärkt werden, um eine zeitnahe Umsetzung der Forschungsergebnisse und -entwicklungen in der Praxis zu ermöglichen. Das Holz muss seine privilegierte Stellung, die es einst innerhalb der Gesellschaft innehatte, zurückgewinnen. Dies soll jedoch nicht in nostalgischer Weise, durch Verherrlichung der traditionellen Konstruktionen, sondern durch deren Weiterentwicklung zu innovativen Konzepten verwirklicht werden. Durch die perfekte Übereinstimmung der Form mit der Funktion und eine sorgfältige Auswahl des Baumaterials muss den Anforderungen der modernen Architektur zu konkurrenzfähigen Bedingungen entsprochen werden. |
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