| 08:45 - 09:00 Uhr | ![]() |
Begrüßung: Dr.-Ing. Gabriele Patitz, Verein Erhalten historischer Bauwerke e.V., Karlsruhe |
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| 09:00 - 09:30 Uhr |
Prof. Dr. Georg Skalecki,Landesamt für Denkmalpflege Bremen |
Denkmalpflegerische Grundsätze für die Sanierung des Bremer DomsProf. Dr. Georg SkaleckiZiel von Denkmalpflege ist es grundsätzlich, Denkmäler zu pflegen und sie in Art einer Prophylaxe so frühzeitig zu behandeln, dass schlimmere Schäden vermieden werden können. Erhalt der originalen historischen Substanz ist somit oberster Grundsatz. Beim Bremer Dom waren es Schädigungen an der Fassade mit unterschiedlichen Ursachen und verschiedenen Auswirkungen, die Sorge machten. Durchfeuchtungen – bedingt durch Risse in den Fugen oder dem Mauerwerk – sind erste Schadensursache, durch Korrosion arbeitende und sprengende Eisenanker im Inneren des Mauerwerks zweite Ursache. Der erste Schritt war die exakte Schadensaufnahme. Nach Analyse des Schadensbildes wurden die geeigneten Methoden der Bearbeitung festgelegt. Hierbei waren vielfältige Berater beteiligt: zum Beispiel Tragwerksplaner, Materialkundler, Restauratoren, diverse Handwerker sowie Planer, Architekten und Denkmalpfleger. Ziel war es, möglichst wenig originale Substanz zu verlieren und notwendige Reparaturen mit angepassten Materialien durchzuführen. Das historische Erscheinungsbild, einschließlich aller Alterungsspuren und einschließlich der Patina, sollte gewahrt werden. Prof. Dr. Georg Skalecki |
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| 09:30 - 10:00 Uhr |
Weitere Informationen
Dr.-Ing. Andreas Bruschke,MESSBILDSTELLE Ges. für Photogrammetrie und Architekturvermessung mbH, Dresden |
Architektur verstehen und vermittelnDr.-Ing. Andreas Bruschke
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| 10:00 - 10:30 Uhr |
Weitere Informationen
Dr.-Ing. Gabriele Patitz,IGP Ingenieurbüro f. Bauwerksdiagnostik und Schadensgutachten Karlsruhe |
Anwendung von Radar zur MauerwerkserkundungDr.-Ing. Gabriele PatitzAn Bauornamentik sowie für großflächige und effektive Voruntersuchungen können die zerstörungsfreien Verfahren Radar, Ultraschall und Mikroseismik an Natursteinmauerwerk eingesetzt werden. Deren erfolgreiche Anwendung erfordern Spezialwissen und Erfahrungen an Bauwerken von Bauingenieur und Geophysiker. Frau Dr. Patitz kann aufgrund langjähriger Erfahrungen auf zahlreiche Referenzen verweisen. Viele Projekte wurden in der Fachliteratur veröffentlicht. Beispiele sind unter www.gabrielepatitz.de zu finden. |
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| 10:30 - 11:00 Uhr | Pause | |||||||||||||||||||
| 11:00 - 11:30 Uhr |
Prof Dr.-Ing. Harald GarrechtUniversität Stuttgart |
Klima- und Feuchtemonitoring - Zustandsbewertung und Beitrag zur Erhaltung von historischer BausubstanzProf Dr.-Ing. Harald GarrechtWeitere Informationen zu dieser Vortragsveranstaltung erhalten Sie in Kürze... |
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| 11:30 - 12:00 Uhr |
Weitere Informationen
Prof. Dr.-Ing. Erwin Schwing,Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen |
Sanierung und Sicherung von Natursteinbauwerken am Beispiel einer StützmauerProf. Dr.-Ing. Erwin SchwingHistorische Bauwerke sind lebendige Zeugnisse der vergangenen Zeiten. Sie sind architektonische, bauliche und konstruktive Leistungen der jeweiligen Zeiten. Alte Bauwerke verfallen aber mit der Zeit mehr oder minder, dabei ist selbst die globale Standsicherheit der Bauwerke in Frage gestellt. Dies gilt auch und insbesondere bei alten und historischen Ingenieurbauwerken aus Naturstein wie Burgmauern, Gewölben, Brücken und Stützmauern, deren Tragverhalten nicht unterschiedlicher sein kann. Die Standsicherheit kann auf der Grundlage heutiger Normen oft nicht beurteilt werden. Für die genaue Berechnung helfen weder Tabellenwerte noch die Kenntnisse erfahrener Ingenieure bei Neubauten weiter. Derartige historische Bauwerke sind gesondert zu untersuchen und von Fall zu Fall zu bewerten. Dennoch erlauben neue Verfahren aus dem Bereich der Mauerwerkssanierung eine denkmalgerechte, technisch korrekte und kostengünstige Sicherung und Sanierung. Mit Hilfe moderner Untersuchungsmethoden, wissenschaftlich theoretischer Nachweistechniken und praktischer Verfahren wird die Sicherheit und Zuverlässigkeit der alten Konstruktion auf das heute erforderliche Maß gebracht. Eine vollständige Analyse des Bauzustands gibt es jedoch nicht. Es bleiben Informationsdefizite, da die Erkundungs- bzw. Analysemöglichkeiten in der Regel aus Kosten-Nutzen Überlegungen auf einen kleinen Stichprobenumfang begrenzt bleiben. Daraus ergibt sich, dass beim Bauen im Bestand immer ein mehr oder weniger großes Restrisiko verbleibt. Bauen im Bestand bedeutet damit, die Mittel und Methoden der Planung und der Bauüberwachung den tatsächlichen Anforderungen des jeweiligen Bauwerks anzupassen, um das Risiko vertretbar zu gestalten. Anhand eines ausgewählten Beispiels soll das allgemeine Vorgehen an einer Stützmauer erläutert werden. Ein Hinweis in eigener Sache sei bereits an dieser Stelle erlaubt: Es hat sich nach meiner Erfahrung bei der Arbeit mit bestehenden Bauwerken immer wieder gezeigt, dass die meisten Mängel und Fehler bei der Sanierung durch mangelhafte Kommunikation zwischen den Beteiligten verursacht sind.
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| 12:00 - 12:30 Uhr |
Dipl.-Ing. Andreas Bewer,Bewer Ingenieure, Neuhausen a.d.F. |
Statische Analyse von BogentragwerkenDipl.-Ing. Andreas BewerDurch die unübertroffene Dauerhaftigkeit von Stein, Mörtel und Opus Caementitium war das gemauerte Gewölbe über Jahrtausende ein Tragwerk ohne Konkurrenz. Durch die neuen Materialien des Stahls und des Betons wurde ab dem 19. Jahrhundert das Mauerwerksgewölbe fast vollständig verdrängt. Da die Wahrscheinlichkeit, ein neues Gewölbe zu bauen, sehr gering ist, gehört die Statische Analyse von Bogentragwerken nicht mehr zum selbstverständlichen ingenieurtechnischen Wissenskanon der Gegenwart. Diese fehlende Erfahrung kann jedoch kompensiert werden durch eine systematische und strukturierte Auseinandersetzung mit der Fragestellung „Wie funktionieren Bogentragwerke?“ um im Ergebnis dann zu ganz konkreten Lösungsstrategien zu kommen. Andreas Bewer, geboren 1960, 1990 Dipl.-Ing. Bauingenieur Universität Stuttgart, 1994 Beratender Ingenieur, Ingenieurkammer Baden – Württemberg, 2006 Fachingenieur für Ingenieurleistungen an historischen Gebäuden Fachliste 14a Ingenieurkammer Baden – Württemberg (Tragwerksplaner in der Denkmalpflege), 2008 Fachingenieur für die Überprüfung der Standsicherheit bestehender Bauwerke, Fachliste 35 Ingenieurkammer Baden - Württemberg 1990 – 1993 Schatz Projektplan GmbH Schorndorf (Gesamtplanung Architektur – Tragwerk – Technische Gebäudeausrüstung) Projektleiter Tragwerksplanung, 1994 – 1998 Universität Stuttgart, Fakultät Architektur, Mitarbeit am Institut für Tragkonstruktion und Konstruktives Entwerfen Prof. Bernhard Tokarz, Prof. Günter Eisenbiegler, 1994 Gründung von Bewer Ingenieure – Bauwerk, Tragwerk, Energie |
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| 12:30 - 13:30 Uhr | Pause | |||||||||||||||||||
| 13:30 - 14:00 Uhr |
Prof.-Dr.-Ing. Sylvia StürmerHochschule Konstanz |
Konsolidierung von Natursteinmauerwerk durch Verfugung und InjektionProf.-Dr.-Ing. Sylvia StürmerIm natursteinreichen Süden Deutschland mit zahlreichen Bestandsbauten aus zum Teil verwitterungsaktiven Natursteinvaritäten kommt dem Fachwissen immer größere Bedeutung zu. Neben Ausführungstechniken für die Instandsetzung von Natursteinmauerwerken wird ein Überblick gegeben über Fugen-, Injektions- und Steinrestauriermörtel und deren Anwendung an Ingenieurbauwerken. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die stoffliche Verträglichkeit mit der historischen Bausubstanz und die Anpassung der technischen und optischen Eigenschaften an den Natursteinbestand gelegt. Dr. Sylvia Stürmer |
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| 14:00 - 14:30 Uhr |
Gerhard Buchenau,Claus Ellenberger Bau GmbH, Herleshausen |
Bremer Dom St. Petri - Natursteinrestaurierung an Türmen, Westwerk und SrebebögenGerhard BuchenauDurch korrodierte Eisenklammern traten erhebliche Schädigungen des Natursteins in allen Fassadenbereichen des Bremer Doms auf. Besonders anspruchsvoll gestaltete sich der Ausbau der Säulen und Kapitelle und der Bauteile der verglasten Rosette am Westwerk. Gerhard Buchenau, geb. 1967, seit 1997 ist Gerhard Buchenau als Bauleiter und Restaurator bei der Claus Ellenberger Bau GmbH in Herleshausen beschäftigt und in den letzten Jahren bundesweit in der Denkmalpflege im Fachbereich Mauerwerksinstandsetzung und Natursteinrestaurierung tätig. Gerhard Buchenau |
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| ab 15:30 Uhr |
Weitere Informationen
Yvonne FallerMünsterbauhütte Freiburg |
Führung Münster und Bauhütte FreiburgYvonne FallerDas Freiburger Münster – Wahrzeichen der Stadt und Magnet für alle Besucher Freiburgs, betört vor allem wegen seiner einzigartigen, durchbrochenen Turmspitze, birgt aber auch in seinem Inneren eine große Anzahl mittelalterlicher Kunstwerke. Der Bau wurde um 1200 begonnen und Mitte des 16. Jahrhunderts vollendet, die Bautätigkeit setzte sich jedoch mit zahlreichen Ergänzungen und Anbauten zur Verschönerung der Kirche fort. Parallel hierzu wurden immer wieder Restaurierungsarbeiten durchgeführt, die bis zum heutigen Tag andauern. Diese Arbeiten teilen sich seit 1890 das Erzbischöfliche Bauamt und der Freiburger Münsterbauverein e.V. Der Verein betreibt einen seit über 800 Jahren existierenden Steinmetzbetrieb, die Münsterbauhütte, der für die Erhaltung und Ergänzung der steinernen Substanz sowie der filigranen Schmuckelemente verantwortlich ist. |
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